Bahnbrechende Studie: Metronom im Gehirn
29. Januar 2010 – 03:42Eine aktuelle Studie der Universität Bonn und der Fachhochschule Koblenz konnte nachweisen, dass das menschliche Gehirn ein Metronom besitzt mit dem es möglich ist, die Vorgänge im Kurzzeitgedächtnis zu koordinieren. Desweiteren stellten die Forscher der Studie fest, dass der Hippocampus, der einer der evolutionär ältesten Strukturen im Gehirn ist und als Erinnerungsgenerator dient, eine wichtige Rolle beim Koordinieren des Kurzzeitgedächtnisses spielt.
Bei der Studie wurden Probanden Fotos von Gesichtern gezeigt. Es wurden hierbei den Textpersonen unterschiedliche Mengen an Fotos vorgeführt. Danach wurde ein weiteres Bild präsentiert und die Probanden mussten benennen, ob sie dieses Gesicht kannten oder es ihnen neu vorkam. Bei diesem Versuch wurden die Hirnströme des Hippocampus aufgezeichnet und dabei fanden die Forscher heraus, dass sich die elektrische Aktivität in dieser Hirnregion zyklisch ändert. Wenn dies allerdings im Schläfenlappen, in dem der Hippocampus liegt, eine Ende findet, setzt das Kurzzeitgedächtnis wieder ein. Dann übernimmt die langsame Theta Trommel die Rolle des Metronoms und gibt der so genannten Gamma Trommel den Rhythmus vor. Die Forscher vermuten, dass dabei die Erinnerung der gezeigten Gesichter wieder aufgefrischt wird.
Das sind für die Medizin neue und vielleicht auch bahnbrechende Erkenntnisse. Denn bisher ist man davon ausgegangen, das der Hippocampus für die Funktion des Langzeitgedächtnisses diente.



